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Meine Geschichte – von damals bis heute
Ich bin 1975 in Neuburg an der Donau zur Welt gekommen. Schon als Kind war ich neugierig und technikbegeistert. Ich wollte verstehen, wie Dinge funktionieren, warum Maschinen laufen, warum Konstruktionen stabil sind. In der Schule lief alles gut – ich hatte keine Probleme. Ganz im Gegenteil: Mathematik, Physik und Technisches Zeichnen waren meine Lieblingsfächer. Dort konnte ich meine Neugier und mein technisches Verständnis voll ausleben.
In meiner Freizeit spielte ich leidenschaftlich Fußball, Tischtennis, Billiard und Badminton – mit Freunden, Nachbarn oder Bekannten. Sport war für mich Ausgleich, Spaß und Wettbewerb zugleich, aber immer fair. Neben dem Spielen liebte ich es, Dinge zu bauen, zu konstruieren oder auszuprobieren, wie Mechanik funktionierte.
Schon früh wusste ich: Mein Weg führt in Richtung Bau und Konstruktion. Nach der Schule habe ich zunächst eine Ausbildung zum Zerspanungstechniker gemacht und danach 6,5 Jahre in einer Druckerei gearbeitet. Dort montierte ich Stempel, signierte Dokumente mit dem CO₂-Laser, trug Seiten zusammen und erledigte auch Lieferungen. Jede Aufgabe hat mir neue Einblicke gegeben – und gezeigt, dass Handwerk und Präzision mir liegen.
Dann kam ein Bandscheibenvorfall, der mich zwang, umzudenken. Aber er brachte mich zurück zu meinem Jugendtraum: Bauzeichner. Ich machte die Umschulung und konnte meine Fähigkeiten endlich voll einbringen. Später arbeitete ich in einem Fertigteilwerk, zeichnete Treppen und Balkone nach DIN – ordentlich, sauber, zuverlässig, so wie man es immer schon machen sollte.
Heute bin ich Bauzeichner für Architektur, Hoch- und Tiefbau. Parallel dazu habe ich meine Leidenschaft für Technik, Mechanik, CAD und 3D-Druck entdeckt. Ich konstruiere, drucke und tüftle – Dinge verbessern oder reparieren, das macht mir Freude.
Gleichzeitig ist mir Fairness und Menschlichkeit wichtig. Ich engagiere mich ehrenamtlich bei der Offenen Behindertenarbeit in Kriegshaber/Augsburg, weil mir Zusammenhalt und Gerechtigkeit am Herzen liegen.
Ich lebe in Kreuzanger bei Bobingen, genieße geselliges Beisammensein und suche Menschen, die meine Leidenschaft für CAD, 3D-Druck, Lasertechnik und kreatives Arbeiten teilen. Vielleicht eröffne ich eines Tages einen Makerstore oder ein Repair-Café – etwas, wo man Dinge repariert, Wissen teilt und Menschen zusammenbringt.
Und jetzt? Ich bin bereit für neue berufliche Herausforderungen: Konstruktion, Technik, Reparatur – praktisch, sinnvoll und genau mein Ding.
Waldwinkel zu meiner Zeit
Von September 1991 bis Juni 1995
Meine Zeit im BBW Waldwinkel – Förderlehrgang 1991/1992
und Ausbildung zum Zersanungsmechaniker – Drehtechnik 1992/1995
Wenn ich an damals zurückdenke, dann sehe ich mich wieder im BBW Waldwinkel stehen – jung, neugierig und voller Tatendrang. Ich war im Förderlehrgang, und damals ging es noch ganz traditionell zu: Man probierte alles einmal aus, fasste an, roch an Metall und Holz, hörte das Surren der Maschinen und lernte Schritt für Schritt, was zu einem richtigen Beruf dazugehört.
Ich durfte mehrere Ausbildungsberufe ausprobieren. Jeder Tag brachte etwas Neues: mal Holz bearbeiten, mal Elektrokram austesten, mal Metallspäne fliegen lassen. Es war eine spannende Zeit, und ich nahm alles mit, was ging. Ich wollte wissen, was zu mir passt.
Doch der Moment, der mir bis heute besonders im Kopf geblieben ist, war der Tag in der Zeichenabteilung. Da stand ich vor dem großen Zeichenbrett, der Tuschestift in der Hand, und plötzlich fühlte es sich einfach richtig an. Saubere Linien, klare Formen, Millimeterarbeit – genau mein Ding.
Der Technische Zeichner hat mich sofort begeistert. Das war das erste Mal, dass ich dachte: „Ja, das ist eigentlich das, was ich machen will.“
Aber wie es manchmal im Leben so ist, läuft nicht immer alles nach Wunsch. Statt am Zeichenbrett landete ich an der Drehmaschine. Ich wurde Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Drehen. Und weißt du was? Auch das hat mir Spaß gemacht. Der Geruch von Metall, die Präzision, das ruhige Arbeiten an der Maschine – das war ehrliches Handwerk, wie man es immer getan hat.
Trotzdem blieb der Gedanke an die Zeichnerei. Irgendwo im Hinterkopf war die Begeisterung dafür nie weg. Und heute, wo das Zeichnen am PC möglich ist, wo CAD-Programme dreidimensionale Welten entstehen lassen – da fühle ich mich wieder wie damals im Förderlehrgang. Nur mit besseren Werkzeugen.
Manchmal braucht das Leben eben Umwege, damit man am Ende genau dort landet, wo man schon als Jugendlicher hingezogen wurde.
Waldwinkel heute
3. Oktober 2025
Ein Besuch in Waldwinkel
Am 3. Oktober 2025 war es endlich so weit: Ich und mein Kumpel machten uns auf den Weg zum Ehemaligentreffen in Waldwinkel. Ein Termin, den ich mir schon lange vorgenommen hatte, denn Waldwinkel war für mich mehr als nur ein Ort. Es war ein Stück Jugend, ein Stück Leben, ein Stück von dem, was mich geprägt hat.
Ein paar Tage vorher hatte ich im Internet gestöbert, einfach aus Neugier, wie’s dort heute wohl aussieht. Und dann kam der Schock: Waldwinkel war eine riesige Baustelle.
Unser altes Internat, dieses Gebäude voller Erinnerungen – weg. Abgerissen. Einfach so. Als ich die Bilder sah, hat’s mich ehrlich erwischt. Da wurde mir richtig schwer ums Herz. Man glaubt ja immer, solche Orte stehen für die Ewigkeit… und dann sieht man, dass die Zeit doch ihre eigene Sprache spricht.
Ich rief meinen Kumpel an und meinte nur:
„Du, das glaubst du nicht. Die haben unser Internat plattgemacht.“
Wir waren beide emotional ziemlich durch den Wind. Und dann hab ich gesagt:
„Komm, wir fahren hin. Einfach mal selber schauen. Vielleicht ist’s halb so schlimm… oder wenigstens können wir uns verabschieden.“
Also machten wir uns am 3. Oktober auf den Weg. Schon die Fahrt war wie eine kleine Zeitreise: die gleichen Straßen, die gleichen Kurven, dieselbe Ruhe zwischen den Feldern. Aber als wir ankamen, standen wir erst mal still.
Da, wo früher unser Zuhause auf Zeit stand – wo wir gelacht, gelernt, geflucht, heimlich lange aufgeblieben und Freundschaften fürs Leben geknüpft hatten – da war jetzt nur eine große offene Fläche. Maschinen. Erde. Bauzäune.
Ich sag’s ehrlich: Das tat weh.
Wir standen da, zwei erwachsene Kerle, und schauten auf die Leere, und trotzdem war sie voll mit Erinnerungen. Jede Ecke, die nicht mehr da war, tauchte vor meinem inneren Auge auf: der Eingang, der Aufenthaltsraum, die Zimmer, die kleinen Alltagserlebnisse, die man damals gar nicht so groß fand.
Und trotzdem — es war gut, dass wir hingefahren sind.
Gut, die Wahrheit mit eigenen Augen zu sehen.
Gut, sich an all das zu erinnern, was man erlebt hat.
Gut, zu merken, wie viel einem dieser Ort bedeutet hat.
Waldwinkel war vielleicht nicht mehr so da, wie wir es kannten.
Aber das, was ich dort gelernt und erlebt habe, trägt mich bis heute.
